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Brüder John & William Pavelin
(geb. 27.3.1932 & geb. 24.9.1937)
Brennkammer mit John und Bill Pavelin.jpg

Die Brüder aus Südengland waren im Jahre 2004 erstmals in Peenemünde. Im Gepäck hatten die Männer Teile einer A4-Rakete, die am 13. Oktober 1944 morgens um 7.24 Uhr in der Nähe der elterlichen Suttons-Farm bei Barling eingeschlagen war. 

Die damals zwölf- bzw. siebenjährigen Brüder waren Ohrenzeugen der Detonation und sammelten an jenem Tag Teile der Rakete ein, die von von der 2. Batterie der Artillerieabteilung 485 im Raum Den Haag verschossen worden war. Aufgrund ines Luftzerlegers im Flug erreichte sie aber nicht ihr Ziel London, sondern stürzte nahe der Themsemündung auf die Wiesen des Bauernhofs der Familie Pavelin. Menschen tötete der Einschlag nicht, lediglich einige Vögel, Kaninchen und Schweine. 

Jahre nach Kriegsende fanden die Brüder die verrostete Brennkammer der Rakete am Ufer der Themse. Nachdem sie Kontakt nach Peenemünde aufgenommen hatten, brachten sie ihren Fund 2004 sozusagen »Return to Sender«. Ihre Übergabe wollten sie betont als Überwindung der kriegerischen Vergangenheit und Geste der internationalen Freundschaft verstanden wissen.

John und Bill Pavelin hinter der Präsentation "ihrer" A4-Brennkammer in der HTM-Sonderausstellung "Vernichtender Fortschritt", 6. Oktober 2018​

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