Das Logo unseres Vereins
Manch einer mag sich die Frage stellen, warum wir als Vereinsemblem eine halbnackte Frau auf einer Mondsichel vor einer Rakete verwenden? Hier die Antwort:
Am 3. Oktober 1942 erfolgte um 15:58 Uhr (MESZ) der Start des Versuchsgeräts 4 (V4) einer Rakete vom Typ Aggregat 4 (A4). An diesem wunderschönen Herbsttag startete diese Versuchsrakete vom Prüfstand VII in Peenemünde aus und erreichte nach 175 Sekunden eine Gipfelhöhe von 84,5 km (±1,5 km).
Dieser Flug war der Beginn der Raumfahrt, denn dieses A4 war als erstes von Menschen gemachtes Objekt in den Weltraum vorgedrungen, der nach der damaligen Definition nach 80 Kilometern über der Erde beginnt. Diese 50 Meilen-Marke gilt für die NASA und die US Air Force noch heute als Grenze zum All. Der „Schuss ins Weltall“ war an diesem Tag gar nicht beabsichtigt und ein nebensächliches Ergebnis, was aber nach Erkennen sofort begeistert bejubelt wurde.
Als Glücksbringer wurden auf den Hecks der ersten Peenemünder Versuchsraketen vom Typ A4 Zeichnungen des Peenemünder Chefgrafikers Gerd de Beek angebracht. In den kleinen Kunstwerken wurde stets die Nummer des jeweiligen Versuchsmusters integriert.
Das Versuchsmuster 4, das am 3. Oktober 1942 startete, erhielt das Bild "Jungfrau am Monde". Später wurde vielfach behaupet, dass diese Motivwahl von Fritz Lang's Stummfilm "Die Frau im Mond" inspiriert worden sei. Vorlage für das Motiv war jedoch eine Szene des Spielfilms „Frau Luna“, der die gleichnamige Operette Paul Linckes von 1899 verarbeitete und 1941 Premiere hatte.

Dipl.-Ing. Werner Gengelbach, Dr. Walter Thiel und Dr. Obering. Hans Hüter am 3. Oktober 1942 vor dem A4 V4 (nachkoloriert)
Obwohl die Entwicklung des Aggregats 4 allein militärischen Zwecken diente, durch deren Einsatz als "Vergeltungswaffe 2" ("V2") und Produktion tausende Menschen starben, lässt sich nicht negieren, dass von Peenemünde aus der erste von Menschenhand geschaffene Körper das All erreichte.

Detailaufnahme mit dem originalen von Gerd de Beek gestalteten Plakat, das am 3. Oktober 1942 auf das Heck des vierten A4-Versuchsmusters geklebt wurde. (Ausschnitt vom Bild B0688/42BSM)
Das Motiv vom 3. Oktober 1942 ist das von allen de Beek-Piktogrammen am häufigsten nachkolorierte bzw. farbig interpretierte. Zum ersten Mal geschah dies für das 1994 erschienene Buch von Dieter Hölsken: "V-Missiles of the Third Reich. The V-1 and V-2". Diese Zeichnung aus dem Hölsken-Buch wurde Vorlage für die ersten Entwürfe unseres Vereinssymbols. Der Öffentlichkeit wurde das neue Logo im Infoblatt 2/1995 vorgestellt und dann bis zum heutigen Vereinswappen verfeinert.

Logo ab 1995

Logo ab 2001

Logo ab 2007

aktuelles Logo seit 2017
















